Wie entsteht XLA?
Die sogenannten B-Zellen produzieren Antikörper (Immunglobuline) als einen wichtigen Teil unserer Immunabwehr. Die Entwicklung der B-Zellen hängt unter anderem von einem bestimmten Enzym ab, der sogenannten Bruton-Tyrosinkinase (BTK). Bei XLA fehlt dieses Enzym oder ist nur reduziert funktionsfähig. Das hat zur Folge, dass die B-Zellen keine oder nur eine begrenzte Anzahl an Antikörper produzieren können („Agammaglobulinämie “; übersetzt etwa „Blutkrankheit mit fehlenden [a] Gammaglobulinen“). Andere Bereiche des Immunsystems sind dabei weitestgehend funktionsfähig.
Diese angeborene Veränderung des Erbguts (Gendefekt) betrifft das X-Chromosom („X-chromosomal“), sodass nur Jungen bzw. Männer erkranken können. Jedoch gibt es Erkrankungen, die XLA sehr ähneln und die auch Mädchen und Frauen betreffen können. Sie werden unter dem Oberbegriff „autosomal-rezessive Agammaglobulinämien (ARA)“ zusammengefasst und sind ebenfalls die Folge von Veränderungen des Erbguts.