Wie wird ein IgG-Subklassen-Mangel diagnostiziert?
Bei einem Verdacht auf einen IgG-Subklassen-Mangel werden die Werte der einzelnen IgG-Subklassen (IgG1–4) mithilfe eines Bluttests untersucht. Wichtig zu wissen ist, dass die sogenannten Normwerte sich altersabhängig ändern – das heißt, alle gemessenen Werte müssen in Bezug zum jeweiligen Alter des Betroffenen beurteilt werden.
Am häufigsten kommt es zu einem Mangel in der IgG4-Subklasse, gefolgt von IgG2 und IgG3. Nur selten fehlen Antikörper der Subklasse IgG1.
Häufig treten zu niedrige IgG-Blutwerte auch in Kombination mit anderen Immundefekten auf. Hierzu gehören der selektive IgA-Mangel, das Wiskott-Aldrich-Syndrom, das Louis-Bar-Syndrom oder andere spezifische Antikörpermangel-Syndrome.
Aber auch andere Erkrankungen wie atopische Dermatitis/Neurodermitis, chronische Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder auch Autoimmunerkrankungen kommen in Kombination mit dem IgG-Subklassen-Mangel vor.