Wie entsteht das Hyper-IgM-Syndrom?
Bei der häufigsten Form des Hyper-IgM-Syndroms liegt eine vererbte Veränderung (Mutation) in einem Gen namens „CD40-Ligand“ vor. Dieses Protein wird für die Kommunikation zwischen verschiedenen Immunzellen benötigt. Fällt diese Interaktion weg, stellen Immunzellen nur noch den Antikörper IgM her, die Produktion anderer Antikörper wie beispielsweise IgG, IgA und IgE wird ausgesetzt. Das hat zur Folge, dass das Immunsystem stark in seiner Funktion eingeschränkt ist – und damit Krankheitserreger schlechter abwehren kann.
Warum Betroffene mit einer Veränderung im selben Gen häufig trotzdem unterschiedliche Symptome aufweisen, ist bislang nicht bekannt.